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Geschichte des Finanzamtes Frankfurt (Oder)

Finanzamt Frankfurt Oder

Neustart nach der Wende

Die erste frei gewählte Regierung der DDR hatte am 2. Mai 1990 den Beschluss gefasst, zum 1. Juli 1990 Finanzämter zu bilden. Dazu zählte auch das Finanzamt Frankfurt (Oder). Zum damaligen Finanzamtsbezirk gehörten die Städte Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt sowie die Kreise Seelow und Eisenhüttenstadt-Land.

Ende Mai 1990 begann der Aufbau des Amtes. Vordringliche Aufgabe war die Schaffung der personellen und materiellen Voraussetzungen zur sofortigen Übernahme des Umsatzsteuerrechts, der Regelungen auf dem Gebiet der Verbrauchssteuern, der Gewinnermittlungsvorschriften und verfahrensrechtlicher Regelungen ab dem 1. Juli 1990 sowie für alle weiteren Steuerarten ab dem 1. Januar 1991. Das Amt begann seine Tätigkeit mit 116 Bediensteten. Beim Aufbau erhielt das Amt Unterstützung von der Oberfinanzdirektion Köln.

Mit seiner Gründung am 1. Juli 1990 wurde das Finanzamt zunächst im ehemaligen Regierungsgebäude im Zentrum der Stadt Frankfurt (Oder) untergebracht. Später wurde der Entschluss gefasst, dieses Gebäude der Europa Universität Viadrina zur Verfügung zu stellen. Als neuer Standort für das Finanzamt konnte die Liegenschaft der ehemaligen Eichhornkaserne an der Müllroser Chaussee gefunden werden. Diese wurde bis zur Sanierung von russischen Truppen genutzt. Nach der Rekonstruktion der in 1934/1935 erbauten Räumlichkeiten erfolgte die Übergabe an das Finanzamt Frankfurt (Oder) im Jahre 1994.

Der Zuständigkeitsbereich wird größer

Das Finanzamt wurde im Nachvollzug der Kreisgebietsreform für die Steuerverwaltung des Landes Brandenburg im April 1996 für die Stadt Frankfurt (Oder), die Stadt Eisenhüttenstadt und den ehemaligen Kreis Eisenhüttenstadt zuständig.

Inzwischen hat sich auf dem Gelände ein Behördenzentrum etabliert, auf dem seit Mai 2005 nunmehr auch das Amts- und Landgericht zu finden ist.